Kastanienallee 7-9

Berliner Prater

Hier war das

Kreiskulturhaus Prenzlauer Berg

Die lokalen Kulturhäuser in der DDR waren staatlich installierte, finanzierte und verwaltete Orte, für die oft schöne alte Gebäude genutzt  (oder sogar neue Arbeiterpaläste gebaut) wurden. Sie sollten der kulturellen und politischen Bildung sowie der sozialen Integration dienen. Hier fanden sich (kontrollierte) Räume für Veranstaltungen, Ausstellungen des sogenannten Volkskunstschaffens, auch für künstlerische Betätigung und Geselligkeit nach der Arbeit.

Aber einzelne Gruppen, die unter dem Dach dieser Institutionen agierten, entwickelte ganz eigensinnige Vorstellungen von ihrer Tätigkeit und bauten so (argwöhnisch beobachtete) Nester des Widerstands, die zu wirklichen Begegnungsorten wurden. Leiter von Zirkeln, Lyrikklubs, Theatergruppen, Tonstudios gelang es unter den offiziellen Formulierungen mit ihren wirklichen Anliegen hinduch zu segeln …

Der Berliner Prater war ein traditioneller Versammlungs- und Vergnügungsort.
Die großen Seitengebäude wurden 1967 zum Kreiskulturhaus Prenzlauer Berg mit mehreren Proben- und Aufführungsräumen
und auch die Pratergalerie gegenüber gehörte dazu. Besonders in Erinnerung geblieben ist die spektakuläre Aufführung
des Theaters Zinnober, in die zahlreiche Bewohner der Oderberger Straße einbezogen waren …

K.S.
Foto: K.S.

Ein Projekt anlässlich von »30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall« im Auftrag des Bezirksamtes Pankow in Kooperation mit der Kulturprojekte Berlin GmbH. Das Projekt wird aus Mitteln des Bezirkskulturfonds gefördert.